Schallschutz beginnt bei der Badplanung

Geräusche von Dusche, Toilette und den zugehörigen Rohrleitungen können die eigene Hausgemeinschaft stören oder eine gute Nachbarschaft belasten – dabei ist der Schallschutz im Bad durch moderne Abwassersysteme, leise Armaturen und bauliche Maßnahmen heute gar kein Problem mehr. Im Idealfall wird das Thema Schallschutz für das Badezimmer daher schon in der Planung des Badezimmerneubaus berücksichtigt, denn nachträgliche Verbesserungen sind viel aufwändiger!

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Welche Bad-Geräusche sind störend?

  • Laute Abwasserleitungen vermindern die Lebensqualität im Haus.
  • Die Geräuschkulisse rund um den Toilettenbesuch gehört zur Privatsphäre.
  • Rauschende WC-Spülungen sind vor allem nachts lästig.
  • Prasselnde Duschmusik frühmorgens oder spätabends stört den, der schlafen möchte.
  • Badewasser fließt gluckernd ein und gurgelnd ab, das kann nerven!
  • Rutschgeräusche in der Badewanne, klappernde Klodeckel – das muss nicht sein.
  • Betätigungsgeräusche an Armaturen können unerwartet laut sein.

Für Ruhe sorgen: Was tun gegen laute Wasserrohre?

Die gesetzliche DIN 4109 legt für Sanitärinstallationen den maximal zulässigen Geräuschpegel auf 30 dB (A) fest. Wer dies oder darüber hinaus den erhöhten Schallschutz der VDI 4100 beim Badumbau berücksichtigt, schafft eine wirkliche, ruhige Bad-Oase der Entspannung. Störende Betriebsgeräusche der Wasserrohre sind dabei das erste, was man recht einfach durch entsprechende Installationen vermeiden kann und sollte. Schallschutz in Rohrleitungen gehört heute einfach zur modernen Haustechnik dazu. Sei es durch bessere Schallschutz-Ummantelung direkt an den Abwasserleitungen, entkoppelte Befestigung hinter der Wand oder durch Einbau von zwei 45° Winkeln, damit das Wasser bei Richtungswechseln nicht mit voller Wucht auftrifft.

Schalldämmung im Bad, noch mehr Ideen:

Das Bad sollte im Grundriss nie direkt neben schutzbedürftigen Räumen wie Schlafzimmern geplant werden. Durch gut gedämmte und schallisolierte Wände und Decken wird der Tritt- und Luftschall dann weiter abgemildert. Nutzergeräusche, wie der Urinstrahl (Fachbegriff: Spureinlauf), der ins WC-Becken spritzt, bleibt durch solide, schallisolierte Türen und Wände auch im Bad. Schallschutz-Setz für die schalldämmende Montage von WCs und Waschbecken, eine Vorwandinstallation oder Flüsterarmaturen sorgen ebenfalls für Ruhe im Bad. Wichtig sind auch spezielle Trägermaterialien wie Hartschaum für die Installation von Bade- und Duschwannen, damit die Körper- und Wassergeräusche von dort nicht ungehindert weitergeleitet werden.