Herr Siepmann, welche Gefahren lauern in unser häuslichen Trinkwasserversorgung?

Kersten Siepmann: Tatsächlich ist die Gefahr nicht hinreichend bekannt oder wird unterschätzt: Legionellen können nicht nur bei Babys und Senioren schwere Gesundheitsschäden verursachen. Legionellen sind Mikroorganismen, die sich in stehendem Wasser und Temperaturen zwischen 30 und 45° – also z. B. in Warmwasserspeichern – vermehren. Ab einer bestimmten Menge spricht man von „kolonienbildenden Einheiten (KbE)“. Ab 1000 KbE auf 100 ml Wasser muss die Trinkwasserhygiene verbessert werden, ab 10.000 KbE muss die Trinkwasseranlage wegen akuter Gesundheitsgefährdung stillgelegt werden. Nach derzeitigem Kenntnisstand besteht keine Infektionsgefahr, wenn keimhaltiges Wasser getrunken oder zum Händewaschen benutzt wird. Werden die Bakterien allerdings eingeatmet, wie es durch den feinen heißen Sprühnebel in der Dusche passiert, können sie eine sehr gefährliche Atemwegserkrankung auslösen – die Legionellose. Sie ist besser bekannt unter dem Namen Legionärskrankheit.

Portrait Kersten Siepmann. Mangager Projekt & Training bei Wilo.
Kersten Siepmann

Wie können wir unser Wasser gegen die Bakterien schützen?

Kersten Siepmann: Trinkwasser-Zirkulationspumpen reduzieren die Legionellen-Gefahr im Badezimmer auf ein Minimum. Mit der Wilo Star-Z NOVA ist die Wasserhygiene in den eigenen vier Wänden kein Problem: Die Pumpe sorgt im 24-Stunden-Betrieb dafür, dass heißes Wasser nicht steht, sondern kontinuierlich im Trinkwassersystem zirkuliert. Damit wird ein Legionellenwachstum wirkungsvoll verhindert. Die Pumpe hat eine integrierte Zeitschaltuhr, Temperaturkontrolle und ist die erste ihrer Art, die automatisch die thermische Desinfektion des Trinkwasserspeichers erkennt und unterstützt. Als Teil des Trinkwassersystems bietet sie wirksamen Schutz vor Legionellen auch in den Rohrleitungen. Die Star-Z NOVA sorgt außerdem für eine Extraportion Komfort: Alle Wasserentnahmestellen im Haus werden bei Bedarf sofort mit warmem Wasser versorgt – kein Warten mehr auf die warme Dusche. Zugleich wird ein energieverschwendender Betrieb, etwa in den
Nachtstunden, vermieden. Die Installation von Trinkwasser-Zirkulationspumpen ist eine wichtige Maßnahme, um die Trinkwasserhygiene in Wohnhäusern zu gewährleisten – auch in Ein- und Zweifamilienhäusern. Übrigens: Ist die vorhandene Pumpe bereits älter als zwei Jahre, kann sich ein Austausch lohnen. Das wird jetzt sogar staatlich gefördert.

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Piktogramm der Wasserzirkulation im Haus.